quermeer hat lange gesucht und seine alte e-gitarre wieder gefunden. herausgekommen ist die cd ‚landkarten‘, die härter und rauer daherkommt als alles, was man bis dahin von quermeer kannte.

als cd für 5 euro bestellen.

leb wohl

du wartest auf diese e-mail
sie wird nie kommen
du wartest auf diesen brief
er wird nie kommen – nein
du wartest auf diese entschuldigung
lass es sein
lass es sein
hör auf zu warten
fang zu leben an
leb wohl!

baumhaus

für dich ist grün oft blau
und wenn du es sagst
stimmt es ganz genau

warum denn zweifeln?
bist du doch hier
das bisschen sonne
ist mein passagier

das warten dauert
vielleicht nicht so lang
meine finger kratzen
die wand entlang

was nichts kostet
gibt’s gratis dazu
und was hier fehlt
das bist du

ich werde wach sein
bis das baumhaus steht
und kein aufstand
mir im wege steht

hörst du den lärm?

hast du deine lektionen gelernt?
oder müssen wir hier noch streiten
oder müssen wir zu zweit um den garten laufen
um zu reden wie damals
hinter den hecken, die von der
sonne beschienen
so undankbar heiss waren,
dass wir blasen unter der
kopfhaut hatten
es war nicht angenehm
kannst du dich erinnern
wie es war, als das auto
so schnell wegfuhr
und der mann sagte,
er braucht uns hier nicht
eigentlich braucht uns niemand hier
braucht uns niemand hier

hörst du den lärm?
hörst du ihn gern?

abendrot
gnadenbrot
und ich warte noch ne weile
auf die explosion

unsere liebe

wir geben dir alles
unsere liebe
unsere häuser
um dich zu verstehen
wir geben dir alles
unsere kinder
unsere autos
unsere träume
um dich zu verstehen

was bleibt ist nur leere
einsame wildnis
verdorbenes ödland
ein bisschen verzweiflung
um dich zu verstehen

wir geben dir alles
unsere liebe
unsere häuser
um dich zu verstehen

was bleibt ist ein elend
ein grauen mit vorfahrt
ein zwerg voller riesen
ein elend, ein elend
um dich zu verstehen

wir geben dir alles
unsere liebe…

was bleibt ist nur leere
einsame wildnis
verdorbenes ödland
ein bisschen verzweiflung
um dich zu verstehen

was bleibt ist ein elend
ein haltloses elend
ein grauen mit vorfahrt
ein zwerg unter riesen
um dich zu verstehen

blut

du weißt, wohin das ganze führt
wenn einer auf den anderen hört
und mit lügen
die idylle stört
und dich vielleicht zum versager kürt

du weißt, wohin der wind uns weht
wenn die zeit zur neige geht
und uns das wasser bis zum halse steht
bald ist es zu spät

ein wort, das es noch nicht gab
ein wort, wenn ich im zweifel lag
ein wort wie blut unter dem vertrag
ein wort wie blut

alles passé

du erzählst hier geschichten
im café
und draußen über den bäumen
liegt der schnee

wir waren jung
wir hatten schwung
alles passé

erzähl ruhig weiter
für mich ist es schon ok

im auto fuhren wir über’s land
irgendwohin und
keiner hat uns gekannt
ich habe dich beobachtet
und war von deinen
augen gebannt

wir waren jung
wir hatten schwung
alles passé

ich glaub es ist ok
wenn ich jetzt geh
alles passé

schenk uns dein glück

wir tun
wir tun mal so, ja
und es wird cool sein

und wir tun nur so als wär ich du
und ich sack‘ den ganzen gewinn ein
ich will spass haben
und von hinten winken sie
sie alle und sagen
schenk uns dein glück
schenk uns dein glück
nein!

und von gesicht zu gesicht
siehst du aus wie
klebstoff
klebstoff in meiner seele
aber ich mach einfach das licht an
und dann schaust du
cool aus der wäsche

und so kopflos und so unbedarft
unbelastet von mir und deiner zeit
schenk uns dein glück
maximale freude hier
maximal hier
wie gewünscht

schenk uns dein glück
aufmerksamkeit
schenk uns dein glück
schenk es!

die erwartung

ein treffen im dreierpack
leuchtende augen
die geschenke schnell eingepackt
auch wenn sie nix taugen

die erwartung ist wie immer hoch
ich muss dich enttäuschen
denn hier ist nix los

wer will hier noch diskutieren
oder besprechen
du kriechst auf allen vieren
ein letztes versprechen

das hier ist deine stadt
mit all ihren werten
doch du hast versagt
man wird sich das merken

die erwartung ist wie immer hoch
ich muss dich enttäuschen
denn hier ist nix los

ich gehe heim

die party fing gut an
du warst nicht allein
es gab viel zu essen
reichlich bier und auch wein
du stehst in der küche
und dir ging es fein
was sollst du daheim?

das bier wirkte langsam
und du redest viel
du trinkst immer mehr
wahrscheinlich zu viel
dir war schlecht in der küche
du warst nicht allein
wo soll ich denn jetzt sein?

alles war biegsam
das bier kommt dir hoch
dein bauch sagte ‚achtung!‘
als er nur noch kroch
wir anderen, wir lachen
du kotzt hier gleich rein
und ich gehe jetzt heim

wir anderen, wir lachen
du kotzt hier gleich rein

ich gehe jetzt heim
ich gehe heim